Zu wenig Berufsschullehrer-Stellen erhöhen Risiko weiterer Unterrichtsausfälle

4. September 2017

BWIHK: Alarmierendes Signal an Lehramtsstudierende

Zumeldung zur heutigen Pressemitteilung des BLV Baden-Württemberg zu Unterrichtsdefiziten

Stuttgart, 4. September 2017 – Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) appelliert an die Landesregierung, für eine ausreichende Anzahl von Berufschullehrern zu sorgen. Sie unterstützen damit den Berufsschullehrerverband Baden-Württemberg (BLV), der heute aufgrund 437 im neuen Schuljahr landesweit fehlender Berufsschullehrer vor der Zunahme bereits vorhandener Unterrichtsdefizite warnt.

„Das Unterrichtsdefizit an den Berufsschulen ist jetzt schon viel zu hoch“, argumentiert Andreas Richter, Hauptgeschäftsführer der beim BWIHK für Ausbildung federführenden IHK Region Stuttgart. Umso mehr befürchten die Kammern eine weitere Zunahme des strukturellen Unterrichtsdefizits an den Berufsschulen. Das Unterrichtsdefizit an den Berufsschulen, also den Partnern der Betriebe in der Ausbildung junger Menschen, lag schon 2015 bei 5,8 Prozent und hatte bereits gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte zugenommen. 2016 hatte es sich nur leicht verringert auf 5,7 Prozent.

Laut einer Umfrage bei Ausbildungsbetrieben 2017 beklagen fast 45 Prozent der 1.900 teilnehmenden Betriebe in Baden-Württemberg Unterrichtsausfälle an Berufsschulen. „Bei Krankheitsfällen führt die angespannte Personalsituation in den Berufsschulen schnell zu einem Kollaps des Stundenplans“, so Richter. Unterrichtsausfall und Überlastung von Lehrern seien programmiert. Das bestätigten die Erfahrungen der meisten IHKs in Baden-Württemberg. 


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IHK Region Stuttgart 
Anke Seifert
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