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Folgen des Ukraine-Krieges trüben Geschäftserwartungen deutlich - BWIHK-Umfrage im Frühjahr: Gute Lage, aber Erholung auf der Kippe

PRESSEINFOrmation 35/2022 | STUTTGART, 
10. Mai 2022

Noch scheinen die Auswirkungen des Ukraine-Krieges bei vielen Unternehmen nicht voll angekommen zu sein, zahlreiche Betriebe befinden sich auf Erholungskurs. Doch drücken Inflation, rasant steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie die Angst vor Energieembargos die Geschäftserwartungen im Vergleich zum Jahresbeginn deutlich ins Minus. „Es scheint wie die Ruhe vor dem Sturm“, fasst BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke die Ergebnisse der Konjunkturumfrage zusammen. An der Umfrage haben sich zwischen 31. März und 21. April 2022 rund 3.340 Unternehmen aller Branchen und Größenklassen in Baden-Württemberg beteiligt. Demnach bewerten 45 Prozent der Unternehmen ihre Lage immer noch als gut, nur geringfügig weniger als zu Jahresbeginn. 43 Prozent befinden die Lage als befriedigend und nur zwölf Prozent bewerten sie als schlecht.

Für die aktuell verhältnismäßig gute Lage scheint ein gestiegener Umsatz im Vergleich zum Frühsommer 2021 verantwortlich zu sein, den 46 Prozent der Unternehmen angeben. Gleichbleibende Umsätze vermelden 35 Prozent, bei 19 Prozent ging er zurück. „Doch auch wenn die Ist-Situation für viele Betriebe noch erstaunlich gut ist, ziehen bei den Geschäftserwartungen deutlich dunklere Wolken am Himmel auf“, erklärt Grenke. So hofft zwar jedes fünfte Unternehmen im Laufe des Jahres auf bessere Geschäfte und etwas mehr als die Hälfte geht von einer gleichbleibenden Lage aus. Jedes vierte Unternehmen erwartet allerdings eine deutliche Eintrübung – zu Jahresbeginn 2022 war das nur rund jeder achte Betrieb.

„Die vergangenen zwei Jahre waren wie eine Achterbahnfahrt für die baden-württembergische Wirtschaft“, so Grenke. „Mit positiven Signalen schienen weite Teile der Wirtschaft die Pandemie hinter sich gelassen zu haben. Dann trafen Lieferkettenprobleme, Preissteigerungen und die fünfte Corona-Welle die Betriebe Anfang 2022 erneut mit voller Wucht. Jetzt verunsichern die schwer einzuschätzenden Entwicklungen im Ukraine-Krieg die Wirtschaft.“ Befragt nach den größten Geschäftsrisiken geben rund 70 Prozent der Betriebe die steigenden Energiepreise an, das sind rund 20 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Es folgen die steigenden Rohstoffpreise mit 62 Prozent und der Fachkräftemangel mit rund 58 Prozent, der damit für viele Betriebe eines der drängendsten Probleme bleibt.

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Der Schwäbischen Zeitung sagte BWIHK-Präsident Grenke (22.04.) zur Lockdown-Problematik in Shanghai: »Die Tatsache, dass in China von jetzt auf gleich ganze Häfen geschlossen wurden, hat vielen Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach China gezeigt, wie abhängig sie sind und wie schnell Lieferketten zerschnitten werden können«. Die laut Grenke zumeist nicht vorangekündigten und drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-Infektionen führten nicht nur bei den chinesischen, sondern auch bei ausländischen Unternehmen zu großer Verunsicherung.

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BWIHK IN DER PRESSE

Der Schwäbischen Zeitung sagte BWIHK-Präsident Grenke (07.05.) zu Russland-Geschäften baden-württembergischer Unternehmen: »Die Frage, wann man mit welchem Land keine Geschäfte mehr machen soll, ist eine politische Frage - diese sollte man nicht dem einzelnen Unternehmen überlassen. Die einzelnen Unternehmer können dabei doch unmöglich alleine entscheiden, wo die Grenze zu ziehen ist.“ Das heißt aber auch, dass mit nicht sanktionierten Gütern gehandelt werden darf. Ein Unternehmen an den Pranger zu stellen, das sich an geltenden Regeln orientiert, finde ich schwierig und den Imageverlust, den es dadurch erleidet, nicht akzeptabel.«

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