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BWIHK warnt vor Kündigungswelle bei Auszubildenden im Gastgewerbe

PRESSEINFORMATION  27 | 2020 – STUTTGART, 
03. April 2020

Der Baden-Württembergische Industrie- Und Handelskammertag (BWIHK) warnt eindringlich vor den Folgen, sollte es dabei bleiben, dass Auszubildende erst nach sechs Wochen Kurzarbeitergeld beziehen dürfen. Vor allem im Hotel- und Gastgewerbe könnte die Belastung der Betriebe, die Stand heute sechs Wochen lang die volle Ausbildungsvergütung für ihre Azubis schultern müssen, zu einer Kündigungswelle von Azubis führen.

In Baden-Württemberg sind rund 1.700 Ausbildungsbetriebe im Hotel- und Gastgewerbe sowie mehr als 5.000 Auszubildende über alle Lehrjahre und Berufe hinweg betroffen, wie zum Beispiel Koch/Köchin, Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau, Hotelkaufmann/-frau, Fachmann/-frau für Systemgastronomie und Fachkraft im Gastgewerbe. Betroffen seien darüber hinaus auch Betriebe des Einzelhandels und Kleinunternehmen vieler anderer Branchen.

Erst diese Woche hatten sich Verteter der Großen Koalition in Berlin auf Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) und des BWIHK sowie vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und des Bunds Deutscher Arbeitgeber (BDA) über das Thema ausgetauscht. Die Vetreter der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) wollten aber einer Änderung der Lohnfortzahlung im Sinne des Berufsbildunsgesetzes nicht zustimmen. Hintergrund sei die Haltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der die Änderung des Berufsbildungsgesetzes ablehnt.

Auswirkungen des Coronavirus auf
die deutsche Wirtschaft

KW 14 – 
02.04.2020

Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen die deutsche Wirtschaft in ihrer gesamten Breite. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen spüren bereits jetzt negative Auswirkungen auf ihre Geschäfte.
Das ist das Ergebnis der aktuellen DIHK-Blitzumfrage zu den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus mit mehr als 15.000 Unternehmensantworten. Über 80 Prozent der Betriebe
erwarten Umsatzeinbrüche, jedes vierte Unternehmen befürchtet sogar Rückgänge von mehr als 50 Prozent im Gesamtjahr 2020. Je länger die Krise dauert, desto größer und negativer werden
die Folgen für die Konjunktur in Deutschland.

BWIHK gibt neue Termine für Azubi-Abschlussprüfungen bekannt - Alle Ausbildungsbetriebe und Azubis werden von ihrer IHK informiert

PRESSEINFORMATION  26 | 2020 – STUTTGART, 
02. April 2020

Die schriftlichen Abschlussprüfungen in Baden-Württemberg werden für nahezu alle Berufe gemeinsam mit den Berufsschulen im Land nach jetzigem Stand in der Zeit vom 23. bis zum 25. Juni 2020 nachgeholt. Darauf haben sich die Industrie- und Handelskammern (IHKs) im Land heute mit dem Kultusministerium Baden-Württemberg und den anderen zuständigen Stellen verständigt. Die für Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen müssen auf Grund der Corona-Pandemie in den Sommer 2020 verschoben werden. Hiervon sind rund 45.000 Auszubildende in IHK-Berufen in Baden-Württemberg betroffen.

In wenigen einzelnen Berufen - zum Beispiel Druck- und Medienberufe und 2-jährigen Berufe - werden bereits eine Woche vor den genannten Terminen schriftliche Prüfungen durchgeführt. Alle Betriebe und Auszubildenden werden über die neuen Zeitpläne zeitnah von ihrer IHK informiert und zudem werden die Terminpläne für die einzelnen Berufe von den örtlichen IHKs auf ihren Webseiten bereitgestellt. 
Prüfungsteilnehmer, die im Frühjahr 2020 für die Abschlussprüfung Teil 1 angemeldet waren, können ihre Prüfung im Herbst 2020 nachholen.

Die Verschiebung ist notwendig, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen sowie die Vorgaben des Landes einzuhalten. Insbesondere aufgrund dieser Vorschriften ist es faktisch unmöglich geworden, landesweit einheitliche Prüfungen ordnungsgemäß abzuhalten.Mehr als 190.000 Anträge auf Soforthilfe aus dem Landesprogramm Baden-Württemberg sind innerhalb der ersten Woche im Portal bw-soforthilfe.de der Kammerorganisation eingegangen. Die Industrie- und Handelskammern übernehmen dabei die Plausibilitätsprüfung der Eingänge von IHK-Mitgliedern und der freien Berufe, die Handwerkskammern prüfen Anträge von Handwerksbetrieben. Zum finalen Entscheid und zur Auszahlung gehen die Anträge dann an die L-Bank. Parallel wird über eigene Corona-Hotlines der Kammern zum Programm und den Anträgen beraten – alles nahezu rund um die Uhr für schnellen Service.