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PRESSEMITTEILUNGEN

Der BWIHK ist Medienpartner für Zeitungen und Zeitschriften sowie Online-Angebote mit Schwerpunkt Baden-Württemberg. Aber auch bundesweit und international finden unsere Pressemeldungen und –services Beachtung. Lesen Sie hier unsere neuesten Meldungen.

    IHKs begrüßen weitere Finanzspritze des Landes für Ausbildung 

    PRESSEINFOrmation 37/2022 | STUTTGART, 
    16. Mai 2022

    Zumeldung zur Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums: „ESF-Förderprogramm unterstützt Kleinbetriebe bei der betrieblichen Ausbildung“

    „Alles, was den Betrieben bei der Ausbildung hilft, ist in diesen Tagen besonders willkommen und hilfreich“, sagt Marjoke Breuning, BWIHK-Vizepräsidentin. Vor allem helfe das durch das Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus unterstützte ESF-Förderprogramm „Ausbildungsbereitschaft stärken REACT-EU“ insbesondere kleinen Unternehmen, die es bei der betrieblichen Ausbildung zumeist nicht leicht hätten und die Kosten für die Ausbildung häufig nicht ohne Weiteres stemmen könnten, so Breuning. In der gegenwärtigen Situation sei es besonders wichtig, die Fachkräftebasis im Land zu stärken. „Die duale Ausbildung ist der Motor zur Fachkräftegewinnung. In mehr als 323 dual zu erlernenden Ausbildungsberufen können Jugendliche ihre individuellen Stärken und Talente nutzen und entwickeln, um dann in eine Zukunft mit vielfältigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten zu starten.“

    Auch die IHKs im Land sind mit einer großen Bandbreite an Ausbildungs-Projekten am Start oder beteiligen sich an Landes- und Bundesprojekten, wie zum Beispiel dem „Sommer der Berufsbildung“, dem Vermittlungsprojekt „Azubi gesucht“, dem Bewerbungsformat Azubi-Speeddating oder der bewährten Initiative „Ausbildungsbotschafter“.

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    Einzelhandel in Baden-Württemberg: weiterhin Umsatz-Sorgen

    PRESSEINFOrmation 36/2022 | STUTTGART, 
    13. Mai 2022

    Während viele Einzelhandelskaufleute in den baden-württembergischen Innenstädten seit Ostern überwiegend von guten Besucher- und Umsatzzahlen berichten, bleibt dennoch die Befürchtung, dass die langfristige Umsatzentwicklung in den Innenstädten nicht wie erhofft auf Vor-Corona-Niveau zurückkehrt. Dies belegt eine nicht repräsentative Umfrage aller zwölf baden-württembergischen IHKs unter den Mitgliedern ihrer Einzelhandels-Fachausschüsse. So berichten über 40 Prozent der Teilnehmenden von einer schlechteren Umsatzentwicklung im ersten Quartal 2022 als dies im selben Zeitraum 2019 – und damit vor der Pandemie – der Fall war. Erfreulich ist dabei, dass das diesjährige Oster- und damit das beginnende Frühjahrgeschäft von fast jedem zweiten Einzelhändler als etwas besser oder mindestens gleich gut oder sogar etwas besser als im Jahr 2019 bewertet wird.

    Vielerorts ist sichtbar, dass sich die Innenstädte nach Corona Stück für Stück wieder mit Leben füllen. Die Ergebnisse der Umfrage legen jedoch nahe, dass der stationäre Einzelhandel nicht in dem vermuteten Maße auch bei der Umsatzentwicklung profitiert. Innenstädte haben als zentrale Versorgungsschwerpunkte in den zurückliegenden Jahren, insbesondere in den Pandemiejahren 2020 und 2021, an Boden verloren. In vielen Branchen hat sich die Umsatzverlagerung ins Internet während der Corona-Krise noch verstärkt und es wird zunehmend deutlich, dass ein Teil des abgewanderten Umsatzes auch im Online-Handel gebunden bleiben wird.

    Bezüglich der Umsatzentwicklung bis Ende 2022 sind die Erwartungen vieler Händler überwiegend von Pessimismus geprägt. „Viele Menschen spüren bereits, dass ihr verfügbares Einkommen aufgrund der hohen Inflation schrumpft. Das führt zwangsläufig zu einem zurückhaltenden Konsumverhalten und der Suche nach Einsparpotentialen“, sagt Anje Gering, Hauptgeschäftsführerin der für Handelsfragen im BWIHK zuständigen IHK Bodensee-Oberschwaben. „Insbesondere bei Gütern, die nicht zum täglichen Bedarf gehören, waren die Umsatzrückgänge kurz nach Kriegsbeginn bereits klar zu erkennen. Hinzu kommen die stark gestiegenen Energiepreise, die sowohl die Unternehmen als auch Verbraucherinnen und Verbraucher zusätzlich belasten und Umsatzkalkulationen sowie Ausgabeverhalten beeinflussen“, ergänzt Gering. Auch die nach wie vor ungewisse Entwicklung der Corona-Pandemie verunsichert viele Konsumentinnen und Konsumenten. Deshalb richtet der Einzelhandel die Erwartung an die Lan-des- und Bundespolitik, dass das Pandemie-Management, wenn denn die Pandemie im Herbst erneut aufflammen sollte, deutlich besser vorbereitet werden muss, als es in den beiden Vorjahren der Fall war.

    „Die Umfrage zeigt deutlich, dass die Innenstädte weiterhin aktiv gestaltet werden müssen: Aufenthaltsqualität, Parkplätze, gute Erreichbarkeit, der liberale Umgang mit Öffnungsmöglichkeiten, insbesondere verkaufsoffenen Sonntagen, sowie die Unterstützung der Unternehmen bei digitalen Angeboten sollten weiterhin im Zentrum der politischen Innenstadtgestaltung stehen.“ fasst Gering die Forderungen an die Politik zusammen.

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    Folgen des Ukraine-Krieges trüben Geschäftserwartungen deutlich - BWIHK-Umfrage im Frühjahr: Gute Lage, aber Erholung auf der Kippe

    PRESSEINFOrmation 35/2022 | STUTTGART, 
    10. Mai 2022

    Noch scheinen die Auswirkungen des Ukraine-Krieges bei vielen Unternehmen nicht voll angekommen zu sein, zahlreiche Betriebe befinden sich auf Erholungskurs. Doch drücken Inflation, rasant steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie die Angst vor Energieembargos die Geschäftserwartungen im Vergleich zum Jahresbeginn deutlich ins Minus. „Es scheint wie die Ruhe vor dem Sturm“, fasst BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke die Ergebnisse der Konjunkturumfrage zusammen. An der Umfrage haben sich zwischen 31. März und 21. April 2022 rund 3.340 Unternehmen aller Branchen und Größenklassen in Baden-Württemberg beteiligt. Demnach bewerten 45 Prozent der Unternehmen ihre Lage immer noch als gut, nur geringfügig weniger als zu Jahresbeginn. 43 Prozent befinden die Lage als befriedigend und nur zwölf Prozent bewerten sie als schlecht.

    Für die aktuell verhältnismäßig gute Lage scheint ein gestiegener Umsatz im Vergleich zum Frühsommer 2021 verantwortlich zu sein, den 46 Prozent der Unternehmen angeben. Gleichbleibende Umsätze vermelden 35 Prozent, bei 19 Prozent ging er zurück. „Doch auch wenn die Ist-Situation für viele Betriebe noch erstaunlich gut ist, ziehen bei den Geschäftserwartungen deutlich dunklere Wolken am Himmel auf“, erklärt Grenke. So hofft zwar jedes fünfte Unternehmen im Laufe des Jahres auf bessere Geschäfte und etwas mehr als die Hälfte geht von einer gleichbleibenden Lage aus. Jedes vierte Unternehmen erwartet allerdings eine deutliche Eintrübung – zu Jahresbeginn 2022 war das nur rund jeder achte Betrieb.

    „Die vergangenen zwei Jahre waren wie eine Achterbahnfahrt für die baden-württembergische Wirtschaft“, so Grenke. „Mit positiven Signalen schienen weite Teile der Wirtschaft die Pandemie hinter sich gelassen zu haben. Dann trafen Lieferkettenprobleme, Preissteigerungen und die fünfte Corona-Welle die Betriebe Anfang 2022 erneut mit voller Wucht. Jetzt verunsichern die schwer einzuschätzenden Entwicklungen im Ukraine-Krieg die Wirtschaft.“ Befragt nach den größten Geschäftsrisiken geben rund 70 Prozent der Betriebe die steigenden Energiepreise an, das sind rund 20 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Es folgen die steigenden Rohstoffpreise mit 62 Prozent und der Fachkräftemangel mit rund 58 Prozent, der damit für viele Betriebe eines der drängendsten Probleme bleibt.

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    Weitere Informationen zu Konjunktur und Beschäftigung, u. a. Highcharts zu Regionen und dem Arbeitsmarkt, finden Sie im Bereich "Services-Konjunkturberichte" sowie hier.