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PRESSEMITTEILUNGEN

Der BWIHK ist Medienpartner für Zeitungen und Zeitschriften sowie Online-Angebote mit Schwerpunkt Baden-Württemberg. Aber auch bundesweit und international finden unsere Pressemeldungen und –services Beachtung. Lesen Sie hier unsere neuesten Meldungen.

    Industrie-Umfrage: Politik muss Rahmenbedingungen für Kernbranche jetzt anpassen

    PRESSEINFORMATION 46 | 2020  – STUTTGART, 
    13. MAi 2020

    Schmalzl: Industrie braucht Maßnahmenpaket gegen dramatischen Stellenabbau 

    Um einen dramatischen Stellenabbau in Baden-Württemberg zu verhindern, braucht die Industrie im Land ein differenziertes Maßnahmenpaket. Ohne Verlängerung des 21-monatigen Kurzarbeitergeldes über den 31.12.2020 hinaus, weitere Anpassungen und Korrekturen im Steuerrecht, Entbürokratisierung, den raschen Ausbau des Glasfaser- und Mobilfunknetzes sowie Innovations- und Start-Up-Förderung wird nach Ansicht der Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg ein erfolgreicher Neustart für die Kernbranche des Landes nicht gelingen, stellt Johannes Schmalzl klar, Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart, der beim BWIHK für Fragen der Konjunktur und Beschäftigung zuständigen Kammer.

    Die Industrie stellt knapp 25 Prozent der Arbeitsplätze und 32 Prozent der Wertschöpfung in Baden-Württemberg. Umso mehr geben die aktuellen Beschäftigungspläne der Industrie Anlass zur Besorgnis: rund 40 Prozent der Industriebetriebe planen einer kürzlich durchgeführten BWIHK-Umfrage zufolge Personal abzubauen, 56 Prozent rechnen mit gleichbleibenden Beschäftigtenzahlen, nur zwei Prozent wollen mehr Personal einstellen. Die drastischen Stelleneinsparungen resultieren aus der über Wochen andauernden Produktionseinstellung sowie dem anhaltenden Rückgang der Nachfrage: 81 Prozent der Unternehmen verzeichnen Nachfragerückgänge und 44 Prozent berichten über die Stornierung bereits eingegangener Aufträge. Dabei klagen 96 Prozent der befragten Industriebetriebe über sinkende Inlandsnachfrage, 79 Prozent über fallende Nachfrage aus der EU, 60 Prozent melden geringere Auftragseingänge aus dem Nicht-EU-Ausland. „Die Umfrageergebnisse, der für das Land so wichtigen Branche, sind beängstigend“, so Schmalzl. Demnach erwarten 70 Prozent der teilnehmenden Industriebetriebe für 2020 einen Umsatzrückgang im zweistelligen Bereich. Lediglich gut vier Prozent spüren keine negativen Auswirkungen des Corona-Virus auf Ihre Geschäfte. 26 Prozent der Unternehmen berichten von Liquiditätsengpässen. Sechs Prozent droht nach eigenen Angaben sogar die Insolvenz. „Die Industrie braucht neben aktuellen Hilfen bessere Rahmenbedingungen“, so Schmalzl. „Die Soforthilfen löschen das Feuer, aber wir brauchen in den nächsten Monaten längerfristig wirksame Instrumente.“

    Gemeinsamer Appell von IHK-Organisation, des Landeshandwerks und des DGB Baden-Württemberg: GrenzÖffnung zu unseren wichtigen Anrainern ist Gebot der Stunde

    Gem. PRESSEINFORMATION | 2020  – STUTTGART, 
    12. MAi 2020

    Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK), der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Baden-Württemberg fordern gemeinsam die Rückkehr zur Personenfreizügigkeit an den baden-württembergischen Grenzen. 

    „Die wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Pandemie, welche sich jeden Tag deutlicher zeigen, brauchen offene Grenzverkehre für einen echten Anschub der Wirtschaft auf beiden Seiten der jeweiligen Landesgrenze. Nur so kann, nachdem die Eindämmungsmaßnahmen und Strategien zur Zurückdrängung des Virus aller Länder greifen und Erfolge zeigen, weiterer Schaden von Unternehmen und Beschäftigten abgewendet werden. Es liegt an der Politik, den ökonomisch für Unternehmende wie deren Beschäftigte notwendigen Schritt rasch zu gehen“, sind BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke, Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold und DGB-Landesvorsitzender Martin Kunzmann überzeugt. 

    Forschungstransfer auch in Coronazeiten sichern!

    PRESSEINFORMATION 44 | 2020  – STUTTGART, 
    07. MAi 2020

    BWIHK begrüßt befristete Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

    Aus Sicht der baden-württembergischen IHKs ist die heute vom Deutschen Bundestag beschlossene Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes sinnvoll. Nachwuchswissenschaftler unterliegen bei ihrer Qualifikationsarbeit einer Höchstbefristungsgrenze. Mit der Gesetzesanpassung erhält der wissenschaftliche Nachwuchs für pandemiebedingte Einschränkungen einen zeitlichen Ausgleich.

    „Diese befristete Gesetzesänderung sichert auch Transferbeziehungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“, sagt Christian O. Erbe, BWIHK-Vizepräsident und Präsident der in hochschulpolitischen Fragen federführenden IHK Reutlingen. Viele Nachwuchswissenschaftler tragen doppelt zum Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bei. Wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten sind häufig gemeinsame Projekte mit Unternehmen. Nach erfolgreicher Promotion oder Habilitation wechseln viele Akademiker in die Wirtschaft und werden so zum Bindeglied zur Anbahnung zukünftiger Transfervorhaben. „Es ist daher für alle Beteiligten eine Erleichterung, mit der Gesetzesänderung coronabedingte Unterbrechungen zeitlich zu überbrücken.“

    Der BWIHK begrüßt ebenfalls die heute beschlossene Unterstützung von Studierenden, deren Einkommenssituation sich durch die Corona-Pandemie verschlechtert. Neben den beruflich Qualifizierten tragen auch Akademiker zur Fachkräftesicherung der regionalen Wirtschaft bei. Die IHK-Organisation hat zahlreiche Maßnahmen vorgeschlagen, um die berufliche Aus- und Weiterbildung auch während und nach der Corona-Pandemie zu sichern. Zusätzlich ist es sinnvoll, im Rahmen der heutigen Gesetzesanpassung den Studienerfolg zukünftiger Fachkräfte nicht durch finanzielle Engpässe zu gefährden.