BWIHK begrüßt Dialogprojekt „Handel 2030“ des Wirtschaftsministeriums

3. Juli 2018

Zumeldung zur heutigen PM des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau BW „Dialogprojekt ‚Handel 2030‘ gestartet“


Stuttgart, 3. Juli 2018 – Angesichts des massiven Strukturwandels im Einzelhandel, drohender Fahrverbote und bürokratischer Hürden für Händler begrüßt der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) das heute vom Landeswirtschaftsministerium gestartete Dialogprojekt »Handel 2030«. „Die Stärkung des Einzelhandels im Land ist ein wesentlicher Faktor, damit Stadt- und Ortszentren funktionieren und mit Gastronomie, Dienstleistern, Kultur- und Freizeitanbietern sowie öffentlichen Einrichtungen attraktive und gerne besuchte Anlaufpunkte bilden“, betont Prof. Dr. Peter Jany, Hauptgeschäftsführer der für Handelsfragen im BWIHK zuständigen IHK Bodensee-Oberschwaben. Er vertritt gemeinsam mit Marjoke Breuning, Präsidentin der IHK Region Stuttgart, den BWIHK bei der heutigen Auftaktveranstaltung des Dialogprojekts »Handel 2030«.

„Die Herausforderungen der Einzelhändler sind nicht nur Online-Konkurrenz, Schnäppchenmentalität oder Fachkräftemangel“, so Breuning. Wesentliche Rahmenbedingungen seien genauso die Erreichbarkeit der Innenstädte mit Pkw und ÖPNV, die künftige Strom-Infrastruktur für Ladepunkte von E-Fahrzeugen auf öffentlichen Parkflächen, die Anliefermöglichkeiten in Fußgängerzonen, das Preisniveau für Ladenmieten sowie Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum. Dazu käme das Genehmigungstempo der Behörden bei Neuansiedlungen oder für Umbauten und Laden-Werbung. Jany: „Um diese Herausforderungen anzugehen, brauchen die Händler Politik und Verwaltungen auf kommunaler und Landesebene an ihrer Seite“. Das Dialogprojekt »Handel 2030« sei daher ein gutes Format, um klare und konkrete Handlungsempfehlungen sowie Zeitpläne für deren Umsetzung zu erarbeiten.

Mit Leitlinien und Handlungsempfehlungen aus dem Dialogprojekt könnten die Betriebe im Geschäftsalltag unterstützt werden und – etwa durch weniger Bürokratie – Ressourcen schaffen, um sich zukunftssicher aufzustellen, so Breuning.
Der Einzelhandel ist ein bedeutender Wirtschaftszweig in Baden-Württemberg. So sind bei den baden-württembergischen IHKs 126.000 Einzelhandelsbetriebe (inklusive Betriebsstätten) registriert, die 107 Milliarden Euro Umsatz (Jahr 2016) erzielten und rund 576.000 Menschen beschäftigen (Stand: Juli 2017).


Ansprechpartner für die Redaktionen:

BWIHK | Kommunikation
Tobias Tabor
Telefon 0711 22 55 00-64
E-Mail: tobias.tabor@bw.ihk.de



zurück