BWIHK-Präsident Grenke und Vizepräsident Eurochambres zur Übergangszeit für den Brexit bis Ende 2020: „Einigung setzt Zeichen für die Planungssicherheit der Südwestwirtschaft und ist wichtiges Signal für den europäischen Markt“

19. März 2018

Stuttgart, 19. März 2018 – „Die heute Mittag erreichte Einigung auf eine Übergangszeit beim Brexit über März 2019 hinaus ist ein wichtiges Zeichen für die europäischen Märkte und die Wirtschaft in der Eurozone – insbesondere die exportstarke Südwestwirtschaft Baden-Württembergs. Dass ein vollständig geordneter Austritt Großbritanniens bis März 2019 nicht zu schaffen sein würde, ist der baden-württembergischen Wirtschaft schon länger klar. Schließlich wäre ein chaotischer Ausstieg der Briten als Top-Handelspartner und zentrales Land der Eurozone mit einem Rückfall auf WTO-Standards ein verheerendes Signal – und ein Schaden für den ganzen Kontinent. Insbesondere für unsere starken KMU, die langjährige Lieferbeziehungen mit der Insel pflegen, ist dies ein wichtiges Signal der Planungssicherheit. Schließlich lassen sich gut verankerte, enge Lieferketten nicht von heute auf morgen umstellen. Diese ‚Verlängerung zur regulären Spielzeit‘ darf die politischen Akteure, aber auch unsere Betriebe, das sage ich ganz deutlich auch als Unternehmer, nicht dazu verleiten, in den Verhandlungen oder den eigenen Planungen Tempo herauszunehmen. Einerseits gibt es dazu noch zu viel Verhandlungsmasse, die klare Regelungen braucht. Andererseits drohen massive tarifäre Handelshemmnisse aus der Behandlung als WTO-Drittstaat nach wie vor – wenn nach dem ‚verlängerten‘ Austritt keine Regelung für EU-Binnenmarkt, Freizügigkeit und Zollunion gefunden werden kann, die beiden Partnern gerecht wird. Idealer Weise steht am Ende des Verhandlungsweges aus Sicht der Wirtschaft ein Freihandelsabkommen, dass die Position beider Partner auch ohne EU-Mitgliedschaft Großbritanniens sicherstellt.“


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