Neues IHK-CE-Tool: Schnelle Orientierung für Unternehmen im ‚Normendschungel‘

5. März 2018

Grenke: „Im Handumdrehen Klarheit zur Aktualität von harmonisierten Normen für die CE-Kennzeichnung“

Stuttgart, 5. März 2018 – Sichere Produkte und Maschinen sind für Verbraucher und Benutzer wichtig. Deshalb gelten für viele die gesetzlichen Vorgaben in Zusammenhang mit der CE-Kennzeichnung. „Die technische Komplexität vieler Produkte und Maschinen hat jedoch in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Damit steigen nicht nur die Anforderungen an die Produktsicherheit, sondern auch der Aufwand für die Unternehmen, die entsprechenden Anforderungen der CE-Richtlinien  zu erfüllen“, erklärt Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) und Präsident der bei Technologiethemen federführenden IHK Karlsruhe.
        
„Viele Hersteller und Importeure stehen dabei unter anderem vor der Herausforderung, unzählige technische Normen fortlaufend auf Aktualität und Änderungen hin zu überprüfen. Hier setzt das von der IHK Bodensee-Oberschwaben entwickelte IHK-CE-Tool an, das die baden-württembergischen IHKs nun gemeinsam zur „Serienreife“ gebracht haben“, ergänzt Prof. Dr.-Ing. Jany, Hauptgeschäftsführer der IHK Bodensee-Oberschwaben.

Das IHK-CE-Tool unterstützt die Unternehmen bei der Überprüfung der Aktualität von CE-relevanten Normen (harmonisierte Normen). Es kann veraltete harmonisierte Normen ebenso erkennen wie anstehende Änderungen. Unternehmen sehen damit auf einen Blick, wo es aktuellen oder zukünftigen Handlungsbedarf bei den für die CE-Kennzeichnung ihrer Produkte relevanten Normen geben könnte.

„Neben der konkreten Unterstützung unserer Unternehmen ist es auch bei der CE-Kennzeichnung wichtig, Bürokratie und gesetzliche Regularien für die Wirtschaft auf das notwendige Maß zu begrenzen. Dafür setzen sich die IHKs seit vielen Jahren auch auf politischer Ebene ein und werden dies zukünftig weiter tun“, so Grenke abschließend.

Der Link zum IHK-CE-Tool sowie weitere Angebote und Leistungen der baden-württembergischen IHKs im Bereich der Produktentwicklung sind zusammen mit den jeweiligen Ansprechpartnern für Unternehmen im Internet zu finden unter www.produktentwicklung.ihk.de.


Hintergrund
Im Zuge der CE-Kennzeichnung ziehen viele Hersteller sogenannte europäisch harmonisierte Normen heran, um die Erfüllung produktspezifischer Sicherheitsanforderungen nachzuweisen. Oft haben diese Normen konkrete Auswirkungen auf das technische Produktdesign. Zudem werden vielfach Prüfungen und Produkttests notwendig, die zum Beispiel an externe akkreditierte Prüfstellen vergeben werden. Ein Produkt wird hierbei jedoch nicht einmalig „zugelassen“. Vielmehr müssen bei einer Serienproduktion fortlaufend Änderungen in den Rechtsvorschriften und technischen Normen berücksichtigt werden.

Ein typisches Szenario ist, dass außereuropäische Lieferanten Änderungen in den harmonisierten Normen teilweise erst zu spät oder gar nicht erkennen. Für Importeure entstehen daraus Risiken wie Vertriebsverbote oder Rückrufe. Eine Ursache hierfür ist mittlerweile die häufig sehr hohe Komplexität der Produktvorschriften. Selbst für Fachleute wird der Überblick immer schwieriger.

Mit dem IHK-CE-Tool können Unternehmen eine unverbindliche Prüfung vornehmen, inwieweit die vom Hersteller herangezogenen harmonisierten Normen noch aktuell sind oder bei welchen Normen Änderungen anstehen. Das IHK-CE-Tool ist eine erste Entscheidungshilfe ob und für welche Normen konkreter Handlungsbedarf bestehen könnte.


Ansprechpartner für Medienschaffende/Redaktionen:

IHK Karlsruhe

BWIHK | Federführung Technologie
Dr. Stefan Senitz
Telefon 0721 174-164
E-Mail: stefan.senitz@karlsruhe.ihk.de



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