Innovationsgutscheine des Landes sind Erfolgsmodell – Zusätzlich Gutschein mit höherer Fördersumme nötig, um Förderlücke zu schließen

15. Dezember 2016

Zumeldung zur PM „Wirtschaftsministerium vergibt 250. Innovationsgutschein B Hightech“


Stuttgart, 16. Dezember 2016 – Die IHKs in Baden-Württemberg sehen in den Innovationsgutscheinen des Landes für kleine und mittlere Unternehmen ein Erfolgsmodell. „Die niederschwellige Förderung von Innovations-Kooperationen leistet einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen“, erklärt Wolfgang Grenke, Präsident der in Technologiefragen federführenden IHK Karlsruhe und Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags. „Die unkomplizierte Handhabung der Zuschüsse und vor allem die Technologieoffenheit sind die Erfolgsfaktoren der Gutscheine“, so Grenke weiter.

„Unsere IHK-Untersuchungen belegen, das Thema „Kooperationen für Innovationen“ ist für unsere Unternehmen aktueller denn je. Die Kooperationsneigung im Bereich von Forschung und Entwicklung hat sich in den letzten Jahren insgesamt deutlich erhöht, und zwar unabhängig von der Unternehmensgröße. Zunehmende technische Komplexität von Produkten und Dienstleistungen sowie immer kürzere Produktzyklen führen dazu, dass viele Unternehmen Innovationen nicht mehr im Alleingang entwickeln, beispielsweise weil nicht alle notwendigen Fachkompetenzen im eigenen Betrieb vorgehalten werden können. Genau hier setzten die Innovationsgutscheine an“, so Grenke weiter.

Trotz der positiven Entwicklung gibt es noch Optimierungsbedarf. Die IHK-Zahlen zeigen, dass mehr als ein Drittel der hiesigen kleinen und mittleren Unternehmen pro Innovationsprojekt typischerweise zwischen 10.000 und 50.000 Euro investiert. Sowohl die Innovationsgutscheine des Landes sowie das ebenfalls bewährte ZIM-Programm des Bundes fördern diese Unternehmen bislang nicht passgenau. Während die Fördersummen der Innovationsgutscheine A und B an dieser Stelle zu niedrig sind und der Innovationsgutschein B Hightech bisher nur an Unternehmen die nicht älter als fünf Jahre sind vergeben wird, hält der vergleichsweise hohe Beantragungsaufwand die Unternehmen davon ab, ZIM-Zuschüsse in dieser Größenordnung zu beantragen. „Hier besteht de facto eine „Förderlücke“, die durch einen Gutschein mit höherer Fördersumme (bspw. 40.000 Euro) geschlossen werden muss. Um die Breitenwirkung der Innovationsgutscheine insgesamt weiter zu erhöhen, sollten diese auch für Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern (bisher 100 Mitarbeiter) zugänglich sein“, fordert IHK-Präsident Wolfgang Grenke.


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IHK Karlsruhe
BWIHK | Federführung Technologie & Innovation
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