BWIHK-Präsident Grenke: „Ich rufe alle politischen Akteure dazu auf, in Berlin mit einer Stimme für unseren starken Standort zu sprechen.“

28. März 2018

Zentrum für Künstliche Intelligenz (KI) im Berliner Koalitionsvertrag

Stuttgart, 28. März 2018  – Die baden-württembergische IHK-Organisation (BWIHK) begrüßt mit der Stimme von Präsident Wolfgang Grenke das im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung verankerte Vorhaben eines öffentlich verantworteten Zentrums für Künstliche Intelligenz (KI), dass gemeinsam mit französischen Partnern eingerichtet werden soll. Die Verstärkung der KI-Forschung ist aus Sicht des BWIHK notwendig und richtig. Auch die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) betont in ihrem aktuellen Jahresgutachten die erhebliche zukünftige Bedeutung autonomer Systeme. Hierzu kann ein deutsch-französisches KI-Institut einen guten Beitrag leisten. Dabei ist der grenzüberschreitende Ansatz richtig, denn Forschung und Innovation lebt gerade auch von Kreativität und Vielfalt, die nicht an Staatsgrenzen halt macht.

Grenke, der auch Präsident der in Technologiefragen federführenden IHK Karlsruhe ist, zeigt sich überzeugt: „Die Digitalisierung unserer Wertschöpfung ist in vollem Gange. Methoden der KI spielen eine immer wichtigere Rolle, etwa wenn es um Spracherkennung, die Diagnose von Krankheiten, autonomes Fahren oder die Zusammenarbeit von Robotern und Menschen geht, zum Beispiel in Fabriken oder Seniorenheimen. Klar ist, dass viele zukünftige, auf Daten aufbauende Geschäftsmodelle, Produktionsprozesse und Dienstleistungen nur KI-basiert funktionieren werden.“ Er ergänzt: „Zusammen stehen Deutschland und Frankreich für den europäischen Gedanken. Wenn wir zukünftig auch bei der KI-Forschung gemeinsam vorangehen, ist das gut für unsere beiden Länder und Europa.“

Grenke hält Baden-Württemberg als möglichen Standort eines deutsch-französischen KI-Instituts für sehr gut geeignet: „Projekte wie das vom Land Baden-Württemberg unterstützte Cyber Valley im Großraum Stuttgart, der de:Hub ‚Künstliche Intelligenz‘ beim CyberForum in Karlsruhe, das Karlsruher Institut für Technologie mit seinen Kompetenzen bei Industrie 4.0, IT-Sicherheit und der Technologiefolgenabschätzung oder das Projekt ‚Testfeld autonomes Fahren Baden-Württemberg‘ in der Region Karlsruhe zeigen doch ganz klar auf, dass unser Bundesland heute bei Forschung und Anwendung von KI mehr als absolut konkurrenzfähig ist. Hier kann ich alle Akteure in politischer Verantwortung nur aufrufen, in Berlin mit einer Stimme für unseren starken Standort zu sprechen.“
Bestätigt sieht er sich auch dadurch, dass das international renommierte Zukunftsfestival ‚Code_n‘, welches das Thema KI zunehmend aufgreift, trotz internationaler Standort-Konkurrenz auch 2018 wieder in Baden-Württemberg stattfindet.

So findet aus BWIHK-Sicht ein deutsch-französisches KI-Institut in Baden-Württemberg allerbeste Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung vor. Präsident Grenke kann sich perspektivisch gut vorstellen, dass in Zusammenarbeit mit den KI-Standorten in Kaiserslautern und Saarbrücken sowie einer Ansiedlung des französischen Teils des KI-Instituts beispielsweise in Straßburg so eine schlagkräftige zentrale mitteleuropäische KI-Region mit positiver Wirkung für ganz Europa entsteht: „Uns verbindet die direkte Nachbarschaft mit Frankreich. Der Rhein ist dabei für Baden-Württemberg schon seit Jahrzehnten keine Trennlinie mehr, sondern vielmehr eine ‚Lebensader für partnerschaftliches Miteinander und Freundschaft‘, auch in Wirtschaft und Wissenschaft“, schließt Grenke.


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BWIHK | FF Innovation & Technologie
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