BWIHK-Präsident: „Vectoring ist eine Technologie, aber Glasfaser gehört die Zukunft“

26. Januar 2016

Stuttgart, 26. Januar 2016 – „Aufgrund der entfernungsabhängigen Leistungsfähigkeit der Technologie ist Vectoring kurz bis mittelfristig attraktiv. Glasfaser gehört jedoch die Zukunft. Man sollte sich sogleich für eine Technologie entscheiden, die langfristig unternehmerischen Anforderungen genügt. Wichtig ist daher ein klares Zeichen für Technologieoffenheit. Bei den anstehenden Entscheidungen in der Bundesnetzagentur sind die politischen Kräfte Baden-Württembergs aufgerufen, sich hierfür einzusetzen und auf Bundesebene weiter Überzeugungsarbeit zu leisten“, betont Dr. Peter Kulitz, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK).

Bei den Bemühungen der Landesregierung zum Breitbandausbau ist es daher wichtig, die Entwicklungen auf Bundesebene zu berücksichtigen. So will sich die Telekom gegenüber der Bundesnetzagentur vertraglich verpflichten, die bundesweit attraktivsten Gebiete per Vectoring-Technologie zu versorgen. Vectoring ist und bleibt keine Lösung für den ländlichen Raum. Die Vectoring-Technologie verzögert den dringend benötigten leistungsfähigeren und flächendeckenden Glasfaserausbau.

„Angesichts der rasant wachsenden Herausforderungen der Digitalisierung brauchen die baden-württembergischen Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistung flächendeckende Kapazitäten, die landesweit über das 50-Mbit/s-Ziel hinausreichen. Dauerhaft realisiert werden kann dies nur durch einen zügigen und weiteren Ausbau des Glasfasernetzes“, so Kulitz abschließend.


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BWIHK
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