Hochschulfinanzierung: Baden-württembergische IHKs fordern qualitative Wei-terentwicklung des Hochschulsystems – Hochschulen benötigen finanzielle Planungssicherheit

27. August 2019

Zumeldung zur Landespressekonferenz mit Vertretern der HAWen und Universitäten zu den Verhandlungen mit dem Land zur Hochschulfinanzierung


Stuttgart, 27. August 2019 – „Angesichts voraussichtlich stagnierender Studierendenzahlen muss die qualitative Weiterentwicklung der Hochschulaufgaben stärker als bisher in den Fokus der Hochschulpolitik rücken“, fordert Christian O. Erbe, Vizepräsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags und Präsident der für Hochschulfragen federführenden IHK Reutlingen. Mit Blick auf die Anforderungen der Wirtschaft an das baden-württembergische Hochschulsystem und dessen Finanzierung ist dies unerlässlich. Hierzu braucht es beispielsweise eine Verbesserung der Betreuungsrelation der Studierenden ebenso wie mehr Abschlüsse in den MINT-Studiengängen oder einen Zuwachs an erfolgreichen Gründungen. Die Hochschulen benötigen eine solide und nachhaltige Grundfinanzierung, um die wirtschaftsrelevanten Daueraufgaben wahrnehmen und ausbauen zu können. Die baden-württembergischen IHKs sprechen sich daher unter anderem dafür aus, die begonnene Überführung der Programmmittel in die Grundmittel konsequent fortzuführen.

„Die baden-württembergischen Hochschulen sind wichtige Partner der Wirtschaft“, unterstreicht Erbe. Die erfolgreiche Zusammenarbeit der IHKs und ihrer Mitgliedsunternehmen mit den Hochschulen des Landes leistet einen wichtigen Beitrag zur innovativen Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts. Akademische Forschung ist oft der erste, maßgebliche Schritt in der Wertschöpfungskette hin zu Innovationen und Gründungen. Forschungsbasierte Lehre trägt neben der dualen Berufsbildung wesentlich zur Fachkräftesicherung bei.

Die Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft profitiert von der besonders ausdifferenzierten Hochschullandschaft und der im Bundesvergleich einmaligen Forschungsstärke Baden-Württembergs. Dies hat der Erfolg in der Exzellenzstrategie unlängst bewiesen. Diese Standortvorteile müssen erhalten bleiben. „Gleichzeitig muss das Hochschulsystem angesichts des Struktur- und Technologiewandels in der Wirtschaft an aktuelle und zukünftige Herausforderungen wie die zunehmende Digitalisierung und damit verbundene ökonomische Transformationsprozesse angepasst werden“, fordert Erbe. „Für beides benötigen die Hochschulen finanzielle Planungssicherheit.“


Ansprechpartner für die Redaktionen:

BWIHK | FF Hochschulpolitik
IHK Reutlingen
Dr. Michael Vössing
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