Kooperationen für Innovationen

11. Januar 2013, von: BWIHK-Tag

IHK-Technologietransfer im Überblick dank neuer Broschüre

Die Wirtschaftskraft Baden-Württembergs hängt in hohem Maß von der Innovations- und Leistungsfähigkeit der Unternehmen und der öffentlichen Forschungseinrichtungen ab.

Aktuell fließen jährlich 16,4 Mrd. Euro – das sind 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – in Forschung und Entwicklung (FuE). Damit belegt das Land bei der FuEIntensität einen nationalen wie internationalen Spitzenplatz.


Mit einer nahezu flächendeckenden öffentlichen FuE-Infrastruktur und zahlreichen Technologieclustern und –netzwerken, in denen FuE-Partner aus Wirtschaft und öffentlicher Hand ihre Kompetenzen bündeln, hat Baden-Württemberg gute strukturelle und systemische Voraussetzungen im weltweiten Innovationswettbewerb.

Die zunehmende Komplexität von Produkten und Dienstleistungen sowie knappe personelle und finanzielle Ressourcen lassen Forschung und Entwicklung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu einer immer größeren Herausforderung werden. Die Zahl der Patentanmeldungen ist bei ihnen – im Gegensatz zu den großen Unternehmen – in den letzten Jahren zurückgegangen. Dies zeigt, dass KMU zunehmend Schwierigkeiten haben, beim „Innovationswettlauf“ mitzuhalten. Vielfach sind sie deshalb auf Kooperationspartner wie Hochschulen oder Forschungsinstitute angewiesen.
Wissens- und Technologietransfer ist somit ein zentraler Faktor, um die Innovationsstärke von KMU, die das Gros der Arbeitsplätze im Land stellen, zu sichern.

Aktuelle Untersuchungen der baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) zeigen, dass die Unternehmen beim Wissens- und Technologietransfer im Land weiteren Verbesserungsbedarf sehen. Ein Großteil der Unternehmen schätzt die Transparenz der öffentlichen FuE-Landschaft nach wie vor als nicht ausreichend ein. Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, zeitnah den richtigen fachlichen Ansprechpartner auf der Wissenschaftsseite zu finden. Mehr als 60 Prozent der Unternehmen kennen kein für sie passendes Cluster oder Netzwerk.

Aufgrund der großen Bedeutung des Wissens- und Technologietransfers unterstützen die baden-württembergischen
IHKs die Unternehmen seit vielen Jahren landesweit mit ihren Technologie- und Innovationsberatern. Zum Beispiel durch individuelle Erstberatung und Kontaktvermittlung, Veranstaltungen und Publikationen oder Unterstützung bei der Verwertung von Ideen und Entwicklungen.

Seit Kurzem kümmern sich zusätzlich unsere vom Land geförderten IHK-Technologietransferbeauftragten um den konkreten FuE-Bedarf von Unternehmen und die persönliche Vermittlung geeigneter Projektpartner in Hochschulen und Forschungsinstituten. Mit dem Start des Internetportals TOP-Wissenschaft (www.top-wissenschaft.de) bieten die IHKs den Unternehmen auch die Möglichkeit, selbst nach fachlichen Ansprechpartnern in wissenschaftlichen Einrichtungen zu suchen.

Die landesweiten IHK-Leistungen werden von den einzelnen IHKs durch regionalspezifische Angebote ergänzt, die jeweils auf die Gegebenheiten und Strukturen vor Ort abgestimmt sind. Die vorliegende Broschüre gibt einen Überblick über das vielfältige landesweite und regionale IHK-Angebot für Unternehmen im Bereich Wissens- und Technologietransfer.

Gerne können Sie diese Broschüre auch in gedruckter Version bei Ihrer regionalen IHK erhalten; eine PDF-Version steht hier für Sie bereit.


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