BWIHK

THEMA DER WOCHE

Eine Vielzahl von Daten und Meldungen prasselt tagtäglich auf die IHK-Welt herein oder sie entstehen aus unserer Arbeit. Aus all diesen Nachrichten, Entwicklungen und Ereignissen picken wir uns ein Thema heraus und stellen Ihnen dazu Daten, Fakten und Argumente kompakt auf einer Seite mit bundesweitem Fokus vor.

    Ein Neustart für die Wirtschaft

    KW 22 – 
    28.05.2020

    Trotz der Lockerungen befinden sich eine Mehrheit der deutschen Unternehmen nach dem wochenlangem Corona-Shutdown weiter in einer sehr schwierigen Lage.

    Nach einer aktuellen DIHK-Unternehmensbefragung rechnen rund 80 Prozent der Betriebe in diesem Jahr mit weniger Umsatz als im Vorjahr, jedes vierte Unternehmen befürchtet sogar einen Einbruch von mehr als50 Prozent. Für viele Betriebe geht es um nicht weniger als ihre Existenz.

    Der DIHK hat aus  Rückmeldungen von IHKs und AHKs einen Drei-Stufen-Plan erarbeitet, der skizziert, wie ein Neustart gelingt, der uns auch gestärkt aus der Krise führen kann.

    Corona - Bewährungsprobe für`s Netzwerk Industrie

    KW 21 – 
    21.05.2020

    Das erfolgreiche Netzwerk Industrie am Standort Deutschland ist ein enger Verbund von Herstellern, Zulieferern und Dienstleistern. Nun zeichnen sich auch dort angesichts der Corona-Pandemie viele Probleme ab: Acht von zehn Industriebetrieben rechnen krisenbedingt mit Umsatzeinbußen, bei den unternehmensnahen Dienstleistern sind es fast drei Viertel. Die stark sinkende Nachfrage
    nach Produkten „made in Germany“, wegbrechende Aufträge und die Unsicherheit darüber, wie sich die Absatzmärkte weltweit entwickeln werden, setzen der exportorientierten industriellen
    Basis hierzulande zu. 

    Hinzu kommen Einschränkungen im betrieblichen Alltag wie fehlende Waren und Dienstleistungen oder logistische Engpässe, die rund jedes vierte Industrieunternehmen treffen. 35 Prozent der Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sehen sich gezwungen, Personal abzubauen, 43 Prozent müssen die Kosten senken. Das hat Folgen für die Gesamtwirtschaft, denn 85 Prozent der privaten Forschungs- und Entwicklungs-Ausgaben kommen aus der Industrie. Sie erwirtschaftet hierzulande fast ein Viertel des Bruttoinlandsproduktes.

    Steuerschätzung - 100 Mrd. € werden fehlen

    KW 20 – 
    14.05.2020

    Die Corona-Pandemie stoppt eine tolle Entwicklung: Anders als zuvor rund zehn Jahre in Folge meldet der Arbeitskreis Steuerschätzung von Bund und Ländern in diesem Mai keinen neuen Rekord bei den Steuereinnahmen. Zum ersten Mal seit 2009, als die Finanzkrise einschlug, werden die Steuereinnahmen deutlich sinken – auf breiter Front, in nahezu allen Steuerarten. Das bedeutet weniger Geld für Bund, Länder und Gemeinden. Die Zahlen sind dramatisch. Sie verdeutlichen aber auch, wie eng wirtschaftliche Entwicklung und Steuereinnahmen miteinander verknüpft sind. Die Erfahrung aus der letzten Krise zeigt, dass sich solche riesigen Finanzlöcher dennoch durch eine wieder in Fahrt kommende Wirtschaft auch wieder stopfen lassen. So kletterten nach der Finanzkrise 2009 die jährlichen Steuereinnahmen infolge des Wachstums bis 2019 um mehr als 50 Prozent – gleichzeitig wurde die Staatsverschuldung erfolgreich von mehr als 80 Prozent auf rund 60 Prozent gedrückt. Dazu haben wesentlich auch die hohen Steuerzahlungen der Unternehmen und ihrer Beschäftigten beigetragen. Der Versuch, staatliche Defizite in einer Krise durch Steuererhöhungen ausgleichen zu wollen, würde hingegen ökonomisch nach hinten losgehen und die Rückkehr auf den Wachstumspfad bremsen.