BWIHK

THEMA DER WOCHE

Eine Vielzahl von Daten und Meldungen prasselt tagtäglich auf die IHK-Welt herein oder sie entstehen aus unserer Arbeit. Aus all diesen Nachrichten, Entwicklungen und Ereignissen picken wir uns ein Thema heraus und stellen Ihnen dazu Daten, Fakten und Argumente kompakt auf einer Seite mit bundesweitem Fokus vor.

    Privacy Shield

    KW 34 – 
    20.08.2020

    Neujustierung bei der Datenübermittlung in die USA

    Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 16. Juli 2020 die Rechtsgrundlage für die Datenübermittlung in die USA gekippt. Das sogenannte „Privacy Shield“ ermöglichte bislang vielen Unternehmen in der EU, personenbezogene Daten von Kunden, Mitarbeitern oder auch für die Nutzung von Internetdiensten in die USA zu transportieren und dort verarbeiten zu lassen. Eine besondere Prüfung der Angemessenheit des Datenschutzniveaus in den USA durch die Betriebe selbst war nicht notwendig. Weil sich ein Datenzugriff durch US-Nachrichtendienste nicht ausschließen ließ, sah der EuGH allerdings keine Möglichkeit, ein dem europäischen Recht angemessenes Datenschutzniveau in den USA anzuerkennen. Auch die von der EU-Kommission definierten sogenannten Standarddatenschutzklauseln, mit denen der Datenexporteur in der EU personenbezogene Daten an einen Datenimporteur in den USA übermitteln darf, können als alternative Rechtsgrundlage nur bedingt helfen.

    neues aufstiegs BAfög

    KW 33 – 
    13.08.2020

    Gutes Paket mit Potenzial!

    Fachkräfte, die sich in der Höheren Berufsbildung etwa zum Fachberater, Meister oder Betriebswirt weiterqualifizieren möchten, erhalten durch das „Aufstiegs-BAföG“ finanzielle Unterstützung. Als Pendant zum Studierenden-BAföG beinhaltet dieses Förderinstrument Beiträge – teils als Zuschuss, teils als Darlehen – zu den Kosten der Bildungsmaßnahme und zum Lebensunterhalt. Mit dem novellierten Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) wurde die Förderung zum 1. August 2020 noch einmal kräftig aufgestockt.

    Die Globalisierung nach Corona

    KW 32 – 
    06.08.2020

    Internationale Arbeitsteilung weiterdenken

    Covid-19 hat die Wirtschaft weltweit erfasst. 77 Prozent der Unternehmen in Deutschland und 83 Prozent der deutschen Betriebe im Ausland erwarten infolge der Pandemie starke Umsatzverluste. Während das Virus den internationalen Geschäftsverkehr behindert, gibt es eine Reihe von Rufen nach einer stärkeren Nationalisierung der Wirtschaft. Die Corona-Krise kann so zum Beschleuniger von Trends wie Protektionismus oder der Entstehung von konkurrierenden geoökonomischen Blöcken werden. Für die hochinternationalisierte deutsche Wirtschaft waren Handelshemmnisse und Zölle bereits vor der Corona-Krise Belastungen bei internationalen Geschäften. Gerade angesichts der Gefahr, dass handelsbeschränkende Maßnahmen auch nach der Pandemie bestehen bleiben, ist es wichtig, dass die EU eine Führungsrolle übernimmt. Sie kann eine Stimme dafür sein, die Krise ohne Protektionismus zu bewältigen und internationale Wertschöpfungsketten auf der Grundlage von regelbasiertem Handel zu erhalten und auszubauen.