DIE EINZELNEN ARCHIVE DES BWIHK

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BWIHK-Vizepräsidentin Marjoke Breuning zur Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg

PRESSEINFOrmation 28/2022 | STUTTGART, 
20. April 2022

„Mit großer Sorge schauen wir immer noch auf den Ausbildungsmarkt. Es ist ernüchternd, wenn man sieht, wie viele engagierte Betriebe alles unternehmen, um junge Menschen zu gewinnen, aber dennoch keine Bewerber finden. Sowohl bei virtuellen als auch Präsenzveranstaltungen zur Berufsorientierung und Bewerbergewinnung beteiligen sich die Firmen mit großem Engagement, doch es fehlen häufig die Bewerberinnen und Bewerber – und dass seit rund zwei Jahren“, betont Marjoke Breuning, BWIHK-Vizepräsidentin und Präsidentin der in Ausbildungsfragen federführenden IHK Region Stuttgart. Das zeigen ebenso die Zahlen der Agentur für Arbeit, die auch im März einen deutlichen Überhang an offenen Ausbildungsstellen darstellen. Und auch in der IHK-Lehrstellenbörse gibt es landesweit für den Ausbildungsstart im Herbst noch fast 9.500 freie Ausbildungsplätze. Jetzt seien die Jugendlichen und ihre Eltern gefragt. „Es ist Zeit aufzuwachen und die Zukunft in die Hand zu nehmen. Die Chancen für junge Menschen waren selten so gut wie heute. Die Wirtschaft braucht jetzt Nachwuchs und sucht händeringend.“, so die BWIHK-Vizepräsidentin. Zudem appelliert sie an das Kultusministerium und alle Lehrerinnen und Lehrer, die Berufsorientierung an den Schulen wieder so schnell wie möglich hochzufahren: „Eine weitere verlorene Generation in der dualen Berufsausbildung kann sich die Gesellschaft nicht leisten.“

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Fachkräfte gewinnen – auch aus dem Ausland

Unser Thema 14/2022, 14.04.2022

Das vor zwei Jahren in Kraft getretene Fachkräfteeinwanderungsgesetz hat die Rahmenbedingungen für Unternehmen verbessert, die Fachpersonal aus dem Ausland gewinnen möchten. Zwar konnte sich seine Wirkung wegen der pandemiebedingten Beschränkungen zunächst nicht voll entfalten, doch nun zeigt das Gesetz zunehmend Wirkung. Erste praktische Erfahrungen aus der Wirtschaft verdeutlichen aber auch, dass es weiterentwickelt werden sollte. Die IHK-Organisation bietet dafür Unterstützung an. Schon jetzt hilft ihr Projekt "Unternehmen Berufsanerkennung" den Betrieben.

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Mitgliederversammlung fokussiert im Dialog mit Honorarkonsul Willi Prettl Perspektiven für Ukraine-Geflüchtete und positioniert sich gegen Hate-Speech im Netz

PRESSEINFOrmation 27/2022 | STUTTGART, 
12. April 2022

Der BWIHK hat auf seiner Mitgliederversammlung in Überlingen die aktuelle Situation der Ukraine und Perspektiven für Geflüchtete fokussiert. Als Dialogpartner zugeschaltet war Willi Prettl, Honorarkonsul der Ukraine in Baden-Württemberg. Neben eines persönlichen Updates zur Lage vor Ort für Wirtschaft und Gesellschaft stellte Prettl mit ‚ukrainians-abroad‘ eine neue Initiative vor, die arbeitssuchende Ukraine-Flüchtlinge über eine Homepage mit registrierten Unternehmen zusammenbringt. Dazu Prettl: „Als zentrale Anlaufstelle soll die neue Seite jobsuchenden Geflüchteten aus der Ukraine vor allem helfen, rasch in Kontakt mit passenden Unternehmen zu kommen. Arbeit, das wissen wir alle aus reichhaltigen Erfahrungen der letzten Jahre mit Geflüchteten in Deutschland, erleichtert die Integration und das Ankommen enorm. [...] So erhoffe ich mir, dass beide Seiten schnell zusammenfinden und gemeinsame Perspektiven aufbauen können.“

BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke ergänzt: „Die IHK-Organisation engagiert sich von Tag eins des russischen Angriffs auf die Ukraine für Mitgliedsunternehmen und deren Belegschaften auf allen Ebenen. [...] Auch die Unternehmen packen in zahlreichen Initiativen an, die Ukraine und die Geflüchteten nach Kräften zu unterstützen. [...] Die neue Seite, die Herr Prettl uns vorgestellt hat, ist ein weiteres gutes Angebot, dieses Ziel schnellstmöglich zu erreichen.“ Damit die Integration in den Arbeitsmarkt aber gelingen kann, appelliert Grenke an die Politik: „Da es sich bei den Flüchtenden vorrangig um Frauen und Kinder handelt, müssen vor allem Kinderbetreuungsmöglichkeiten geschaffen werden, die die Arbeitsmöglichkeiten flankieren. Ohne diese geht es nicht. Gleichzeitig brauchen wir ausreichend Deutschkurse für alle Arbeitswilligen und entsprechend qualifizierten Fachkräfte. Ohne grundständige Deutschkenntnisse wird die Arbeitsaufnahme in vielen Branchen schwer möglich sein. Die Erfahrungen mit den Geflüchteten seit 2015 haben uns klar gezeigt, dass die Firmen damit nicht allein gelassen werden dürfen. Hier muss die Politik unterstützen und solche Angebote wie auch bei der Kinderbetreuung im notwendigen Umfang schnell einrichten.“

Als weiteren Punkt verabschiedete das höchste BWIHK-Gremium eine Resolution gegen Hassrede im Internet. Denn durch die stetig steigende Digitalisierung und Dialogisierung im Netz, gepaart mit der Anonymität digitaler Profile, verliert der wertschätzende Umgang miteinander stetig an Boden. [...] Der Angriffskrieg Russlands zeigt sich hierfür als Multiplikator wie zuvor schon die Corona-Pandemie. „Vor diesen Hintergründen positioniert sich die IHK-Organisation in Baden-Württemberg klar“, so Präsident Grenke. „Der BWIHK spricht sich deutlich gegen Hass und Hetze in der medialen Meinungsäußerung aus und tritt entschieden für eine sachliche und faktenbasierte Kommunikation im Netz ein. Das Internet darf nicht zum Ort werden, an dem Hass und Hetze die öffentliche und damit auch die persönliche Willensbildung untergraben. [...]“

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