DIE EINZELNEN ARCHIVE DES BWIHK

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Corona - Bewährungsprobe für`s Netzwerk Industrie

KW 21 – 
21.05.2020

Das erfolgreiche Netzwerk Industrie am Standort Deutschland ist ein enger Verbund von Herstellern, Zulieferern und Dienstleistern. Nun zeichnen sich auch dort angesichts der Corona-Pandemie viele Probleme ab: Acht von zehn Industriebetrieben rechnen krisenbedingt mit Umsatzeinbußen, bei den unternehmensnahen Dienstleistern sind es fast drei Viertel. Die stark sinkende Nachfrage
nach Produkten „made in Germany“, wegbrechende Aufträge und die Unsicherheit darüber, wie sich die Absatzmärkte weltweit entwickeln werden, setzen der exportorientierten industriellen
Basis hierzulande zu. 

Hinzu kommen Einschränkungen im betrieblichen Alltag wie fehlende Waren und Dienstleistungen oder logistische Engpässe, die rund jedes vierte Industrieunternehmen treffen. 35 Prozent der Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sehen sich gezwungen, Personal abzubauen, 43 Prozent müssen die Kosten senken. Das hat Folgen für die Gesamtwirtschaft, denn 85 Prozent der privaten Forschungs- und Entwicklungs-Ausgaben kommen aus der Industrie. Sie erwirtschaftet hierzulande fast ein Viertel des Bruttoinlandsproduktes.

Save the date: Media Tasting 2020

Medien- und Innovationskogress - 7. Oktober,  Hospitalhof Stuttgart

Der Medien- und Innovationskongress "Media Tasting" ist die große Veranstaltung, wenn es um Kooperation, Disruption und digitale Trends geht. Innovationen und Situationen, bei denen Medien- und Filmbranche an Schnittstellen mit "klassischen" Unternehmen zusammenkommen,  Kontakte pflegen und auch Kooperationen eingehen. Im letzten Jahr viel beachtet und ein großer Erfolg, geht es 2020 in eine neue Runde.

So lautet das Motto folgerichtig "Let`s work together - Coopetition" - doch worum geht es hierbei?

Coopetition verbindet bewusst "Competition", also Wettkampf mit "Cooperation" also Zusammenarbeit, um aufzuzeigen, wie Kooperationen in der Zeit des generellen Umbruchs und digitalen Wandels - die Corona-Disruption nicht einmal im Mittelpunkt - welcher klassische Industrien und Geschäftsmodelle immer mehr erfasst und wandelt, gelingen kann, ohne den Wettkampf und die Stärken des eingenen Unternehmens auszublenden. Wie kann so eine Zusammenarbeit in den einzelnen Branchen wie auch branchenübergreifend stattfinden, wie erfolgreich funktionieren? Wie können die Branchen voneinander lernen? Wie werden aus innovativen Ideen Projekte und aus Projekten Unternehmen?

All diese Fragen werden am 1. Oktober im Hospitalhof Stuttgart diskutiert und genauso aus unterschiedlichen Gesichtspunkten beleuchtet. Medien vs. Industrie, Handel und Dienstleister sowie Großunternehmen vs. Start-Ups. "Let`s work together" soll Synonym sein für nach vorne gerichtete Dynamik, die in einem solchen Prozess erzeugt wird. All dies klingt nicht nur spannend, sondern das wird es in der Praxis auch sicher werden, nimmt man das letztjährige Tasting als Richtschnur. 

Der BWIHK ist nicht nur Projektpartner und Sponsor, sondern unterstützt nicht zuletzt über seine Federführung Medien genau solche Prozesse im digitalen Wandel aktiv und zukunftsgerichtet für und in allen Branchen nach Kräften. Deshalb können wir Ihnen das Tasting 2020 mehr als nur ans Herz legen. Fassen Sie "Coopetition" auch für Ihr Unternehmen ins Auge und sichern Sie sich gleich als 'Early Bird' einen Sonderpreis fürs Ticket.

Mehr Informationen zum Programm und den Einladungsflyer finden Sie als PDF-Download rechts unter "Mehr Info". Weitere Informationen zum "Media Tasting" gibt es da.

Einen "Apetizer" erhalten Sie in Form der digitalen "Tastings-Week" mit tollen Referenten vom 22. bis 26. Juni hier.

Steuerschätzung - 100 Mrd. € werden fehlen

KW 20 – 
14.05.2020

Die Corona-Pandemie stoppt eine tolle Entwicklung: Anders als zuvor rund zehn Jahre in Folge meldet der Arbeitskreis Steuerschätzung von Bund und Ländern in diesem Mai keinen neuen Rekord bei den Steuereinnahmen. Zum ersten Mal seit 2009, als die Finanzkrise einschlug, werden die Steuereinnahmen deutlich sinken – auf breiter Front, in nahezu allen Steuerarten. Das bedeutet weniger Geld für Bund, Länder und Gemeinden. Die Zahlen sind dramatisch. Sie verdeutlichen aber auch, wie eng wirtschaftliche Entwicklung und Steuereinnahmen miteinander verknüpft sind. Die Erfahrung aus der letzten Krise zeigt, dass sich solche riesigen Finanzlöcher dennoch durch eine wieder in Fahrt kommende Wirtschaft auch wieder stopfen lassen. So kletterten nach der Finanzkrise 2009 die jährlichen Steuereinnahmen infolge des Wachstums bis 2019 um mehr als 50 Prozent – gleichzeitig wurde die Staatsverschuldung erfolgreich von mehr als 80 Prozent auf rund 60 Prozent gedrückt. Dazu haben wesentlich auch die hohen Steuerzahlungen der Unternehmen und ihrer Beschäftigten beigetragen. Der Versuch, staatliche Defizite in einer Krise durch Steuererhöhungen ausgleichen zu wollen, würde hingegen ökonomisch nach hinten losgehen und die Rückkehr auf den Wachstumspfad bremsen.