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Unternehmen und die Steuern

Unser Thema 35/2021 für die KW 37 - 09.09.2021

Nach 13 Jahren ein wichtiger Wettbewerbsfaktor

Viele große Wirtschaftsnationen haben die Steuerbelastung für Unternehmen gesenkt, seit Deutschland vor 13 Jahren die letzte umfassende Unternehmensteuerreform vornahm. Im Ergebnis schultern deutsche Betriebe heute erneut eine überdurchschnittliche Steuerlast; Deutschland verliert international an Wettbewerbsfähigkeit. Ein wichtiges Thema, dem sich die kommende Bundesregierung annehmen sollte.

Den Langtext unseres Themas der Woche lesen Sie ausführlich mit einem Klick auf das Fenster "read more" rechts.

BWIHK: „Keine neue Belastungen für den Handel“

BWIHK-PRESSEINFOrmation
64 | 2021 - STUTTGART, 10. SEptember 2021

IHK-Organisation warnt vor neuen Belastungen durch 2G-Regelungen

Dr. Wolfgang Heine, Bereichsleiter Standortpolitik und Unternehmensführung der im BWIHK in Handelsfragen federführenden IHK Bodensee-Oberschwaben zu den geplanten Änderungen der neuen Corona-Verordnung des Landes, die ab einer gewissen Warnstufe die 2G-Regelungen für viele öffentliche Bereiche vorsehen soll: „Die IHK-Organisation im Südwesten befürchtet einen erneuten Einbruch der Nachfrage in den stationären Einzelhandelsbetrieben des Landes, wenn die geplanten Verschärfungen der Corona-Verordnung auch im Einzelhandel angewendet werden müssten“.

„Selbstverständlich unterstützen insbesondere die Branchen, welche durch Lockdown und Schließungen starke Umsatzeinbußen verkraften mussten, alleAnstrengungen, um das gemeinsame Ziel einer höheren Impfquote zu erreichen“, betont Heine. „Es kommt aber darauf an, die neuen Regeln so zu gestalten, dass vor allem die von den Beschränkungen besonders hart betroffenen Einzelhandelsunternehmen nicht erneut in ihrer Geschäftstätigkeit überfordert werden. Zum Beispiel durch lückenlose Kontrollen ihrer Kunden. Hier setzten wir auf die Sensibilität und Weitsicht der Landesregierung. Insbesondere mittelständische Einzelhandelsbetriebe werden solche neuen Auflagen wohl kaum stemmen können und damit eine große Benachteiligung erfahren“, fügt Heine hinzu.

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DIHK-Report Unternehmensgründung 2021

Gründungsstandort Deutschland hat viel Luft nach oben

 

Für Unternehmensgründungen sieht es nach dem Corona-Einbruch inzwischen wieder besser aus. 43 Prozent der IHK-Gründungsexpertinnen und -experten rechnen für dieses Jahr mit mehr oder viel mehr Gründungen. Doch fast 80 Prozent der Gründerinnen und Gründer wünschen schnellere und einfachere Gründungsvorgänge. 

 

Die wichtigsten Botschaften:

  • Für Unternehmensgründungen sieht es nach dem Corona-Einbruch seit Frühjahr 2020 inzwischen wieder besser aus. Damit besteht die Chance, zumindest einen Teil des herben pandemiebedingten Einbruchs wieder aufzuholen, wie der Report zeigt. Er beruht auf mehr als 200.000 IHK-Gesprächen mit angehenden Gründerinnen und Gründern,  ergänzt um eine Befragung von knapp 350 jungen Unternehmen.
  • Junge Unternehmen schätzen den Gründungsstandort Deutschland allerdings nur mit einem schwachen Befriedigend ein - was bei den Rahmenbedingungen für Unternehmen noch viel Luft nach oben lässt. So wünschen sich knapp 80 Prozent der Gründerinnen und Gründer von der Politik, die Unternehmensgründung schneller, einfacher und vor allem digitaler zu machen.
  • Mehrheitlich erhoffen sich die jungen Unternehmen zudem ein einfacheres Steuerrecht mit weniger Aufzeichnungs- und Nachweispflichten. 38 Prozent finden einen einfacheren Zugang zu öffentlichen Fördermitteln wichtig. Für 30 Prozent hat eine bessere IT-Infrastruktur eine große Bedeutung, um ihnen im Betrieb die Digitalisierungsprozesse zu ermöglichen und einen leichteren Zugang zu überregionalen Märkten zu erhalten.
  • Beim Interesse an Unternehmensgründungen vermelden die IHKs für das Corona-Jahr 2020 den stärksten Rückgang seit Beginn der IHK-Statistik im Jahr 2003 – es gab deutliche 34 Prozent weniger Gespräche und Beratungen zur Unternehmensgründung als im Vorjahr.
  • Besonders Handel, Gastronomie und etliche Dienstleistungssparten waren betroffen. In manchen Teilbereichen wie in der Veranstaltungsbranche, bei den Schaustellern, im Messebau, bei den Reisebüros und Reiseveranstaltern ist die Gründungsaktivität nahezu vollständig zum Erliegen gekommen, viele Gründungsprojekte wurden auf Eis gelegt.
  • Von den Jungunternehmen, die durch die Krise hindurchgegangen sind, haben 71 Prozent ihr Geschäftsmodell infolge der Pandemie angepasst. Gut ein Drittel hat staatliche Corona-Hilfen in Anspruch genommen, 20 Prozent haben Kredite aufgenommen oder Beteiligungskapital akquiriert.
  • Insgesamt überwiegen bei den Jungunternehmen die negativen Effekte der Pandemie: Zwei Drittel der Gründerinnen und Gründer berichten von weniger Nachfrage, geringerer Liquidität und reduziertem Eigenkapital.
  • Ein Drittel sieht jedoch auch positive Trends – etwa dank neuer Geschäftsmodelle bei der Steuerung von Kundenströmen, Online-Shops oder digital gesteuerten Liefer- und Bringdiensten.
  • Die Bundestagswahl ist also die Chance, die nötigen Verbesserungen auf Schiene zu setzen und entsprechende unternehmerischen Freiräume zu schaffen, damit aus "Ideen auf Eis" auch echte, innovative Unternehmen werden können.

Die komplette Auswertung im Langtext finden Sie mit Klick rechts in das Fenster "DIHK Gründer-Report".