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Corona und Bürokratie bremsen Gründungen

KW 41 – 
08.10.2020

Erschütterte Märkte, Umsatzeinbrüche, Liquiditätslücken, schmelzendes Eigenkapital dank Corona. Jetzt wäre ein Schub an Innovationen und unternehmerischem Pioniergeist eigentlich wichtiger denn je. Die Realität sieht leider anders aus: Mitte August gaben mehr als die Hälfte der IHKs an, dass sie für das Jahr 2020 weniger oder sogar deutlich weniger Unternehmensgründungen in ihren Regionen erwarten. Nur acht Prozent rechnen mit mehr neuen Firmen. Dabei bremst neben Corona nach wie vor die umfangreiche Bürokratie neue Gründungen.

Stilllegungen oder Einschränkungen geschäftlicher Aktivitäten und Nachfragerückgänge erschweren Gründungen jetzt vor allem dort, wo sie in normalen Zeiten verstärkt stattfinden: in Gastgewerbe, Tourismus, Verkehr und anderen Dienstleistungsbranchen. Zwar ergeben sich im Feld der Angebote zur Krisenbewältigung neue Geschäftschancen – daraus resultierende Gründungsvorhaben werden aber einen Rückgang der generellen Neugründungen in diesem Jahr nicht verhindern können. Dabei hatte Deutschland gerade erst die Trendwende geschafft. Für 2019 konnte erstmals seit neun Jahren wieder von einem Plus bei den Gesprächen mit Gründungsinteressierten berichtet werden– ein Zuwachs von sechs Prozent auf rund 180.000.

Mehr zum Thema lesen Sie im PDF zum Download rechts.

Corona: Herber Rückschlag bei Gründungen 

Neuer Gründerreport 2020 zeigt Auswirkungen der Corona-Krise auf das Gründungsgeschehen

Mehr als die Hälfte der IHKs in Deutschland rechnet nach dem frisch veröffentlichten DIHK-Gründerpapier in diesem Jahr mit weniger bzw. deutlich weniger Unternehmensgründungen.  „Die Corona-Pandemie bedeutet einen Rückschlag für das Unternehmertum in Deutschland – und führt voraussichtlich zu weniger Start-Ups und Unternehmensgründungen“, fasst DIHK-Präsident Eric Schweitzer die Ergebnisse zusammen. „Diese Entwicklung ist bedenklich, denn wir brauchen für den Weg aus der Krise heraus Menschen, die im wahrsten Sinne Neues unternehmen wollen.“

Den etwa 350 IHK-Gründungsexperten zufolge machen Stilllegungen oder Einschränkungen der geschäftlichen Aktivitäten und Nachfragerückgänge mögliche Unternehmensgründungen in Gastgewerbe, Tourismus, Verkehr und anderen Dienstleistungsbranchen derzeit äußerst schwierig.

Der Report basiert auf den Angaben der IHKs zu ihrem Gründerservice im Jahr 2019, einer Umfrage über die IHKs bei Start-ups zu Jahresbeginn 2020 (746 Antworten) sowie auf zwei Blitzbefragungen der IHKs im Kontext von Corona im April und im August dieses Jahres.

Mehr zum Thema lesen Sie hier. Den vollständigen Gründerreport finden Sie rechts zum Download.

Zulieferertag Automobilwirtschaft BW 2020

Seien sie am 5. november dabei!

Weltweit stellt die Corona-Pandemie die Wirtschaft vor große Herausforderungen. Aber nicht nur sie, sondern vor allem die digitale Transformation steht für industriellen Kernbranchen in Baden-Württemberg im Fokus. Fahrzeugbau und Zulieferindustrie wählen neue Strategien für neue Produkte, Prozesse und Märkte. Intelligente Vernetzung von Produkten, softwaregestützte Dienstleistungen und agile Fertigungsprozesse sind dafür Schlüsselfaktoren. Der Zulieferertag Automobilwirtschaft BW blickt dafür nach vorne, setzt wichtige Impulse und sorgt auch in Zeiten des Abstands für den so wichtigen Austausch. Auch die IHK-Organisation im Land ist Projektpartner des Zulieferertags 2020.

Wir blicken im Rahmen der erstmals digital durchgeführten Veranstaltung auch auf internationale Märkte, beispielsweise auf China, deren Umgang mit der Krise und deren Wege zur wirtschaftlichen Besserung. Ganz konkret ermöglicht der Zulieferertag Automobilwirtschaft BW auch das persönliche Kennenlernen mit Unternehmen aus Belgien oder Dänemark, die sich für Kooperationen mit den baden-württembergischen Automobilzulieferern interessieren.

Nutzen auch Sie diese Gelegenheit, die Mobilität von morgen in Baden-Württemberg aktiv mitzugestalten. Wir freuen uns auf einen spannenden, digitalen Austausch!

Mehr Infos hier und im Flyer rechts zum Download.