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Corona international: Mit Handel aus der Krise

KW 23 – 
04.06.2020

Die Corona-Pandemie hat das Wirtschaftsleben auf dem ganzen Globus umgekrempelt. Laut aktuellem AHK World Business Outlook rechnen 80 Prozent der deutschen Unternehmen im Ausland mit starken Umsatzverlusten im Geschäftsjahr 2020; 15 Prozent gehen sogar von einer Halbierung aus. Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in vielen Ländern – von Reiseeinschränkungen bis hin zu Produktionsschließungen – stellen die Betriebe vor zahlreiche Herausforderungen. Hinzu kommt die Sorge, dass der zunehmende Protektionismus der vergangenen Jahre durch neue Handelshemmnisse in der Krise weiter beschleunigt wird. Dabei ist der internationale Handel gerade zur Krisenbewältigung nötig.

Globale Lieferketten erhalten

Damit die auslandsaktiven Unternehmen gut durch die Krise kommen, müssen Lieferketten jetzt dringend funktionieren. Jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hängt am Export, in der Industrie sogar jeder zweite. Um erfolgreich und wettbewerbsfähig agieren zu können, brauchen Unternehmen Zulieferer und Kunden in aller Welt. Die wirtschaftliche Belebung nach der Corona-Krise kann daher nachhaltig nur gelingen, wenn auch unsere Handelspartner wieder auf die Beine kommen.

Ein Drittel weniger Aubildung!

PRESSEINFORMATION 49 | 2020  – STUTTGART, 
03. Juni 2020

BWIHK-Ausbildungsumfrage zeigt: Ein Drittel der Betriebe ist gezwungen, Ausbildung ganz oder teilweise auszusetzen

Rund ein Drittel der Ausbildungsbetriebe wird gar nicht mehr oder weniger ausbilden als im Vorjahr. Das hat eine aktuelle Befragung des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) bei 3.344 Ausbildungsbetrieben im Land ergeben. Hochgerechnet auf die aktuelle Gesamtzahl der ausbildenden Betriebe in Baden-Württemberg von annähernd 26.000 könnten fast 8.600 Unternehmen gezwungen sein, coronabedingt ihr Ausbildungsengagement ganz oder teilweise aufgeben zu müssen. Laut diesem Stimmungsbild sind vom Rückgang stärker die kaufmännischen Berufe betroffen. In diesem Bereich geben 36 Prozent der teilnehmenden Betriebe an, gar nicht mehr oder weniger ausbilden zu wollen.

Weniger neue Ausbildungsverträge

Der Rückgang in der Ausbildung zeigt sich laut BWIHK auch an der Zahl der neu abgeschlossen Ausbildungsverträge im Land. Demnach sind zum 31. Mai 2020 mit 19.256 rund ein Fünftel weniger neu abgeschlossene Ausbildungsverträge bei den IHKs eingetragen als zum gleichen Stichtag des Vorjahres. In der Region Stuttgart, als wirtschaftlicher Kernregion des Landes, beträgt das Minus sogar fast ein Viertel.

Anreize für Ausbildung schaffen

Daher appellieren Marjoke Breuning und Wolfgang Grenke, Präsident des BWIHK, an die Politik, jetzt die richtigen Signale zu setzen und Anreize für die Ausbildung zu schaffen. „Was wir jetzt brauchen, sind die richtigen Instrumente, um auch unter diesen erschwerten Bedingungen, Ausbildung für die Betriebe attraktiv zu machen“, so Grenke. Als eine der wichtigsten Maßnahmen schlägt er daher vor, dass das Land die Hälfte der Ausbildungsvergütung derjenigen Azubis übernimmt, die im Herbst starten.

Digitale Berufsorientierung

Übersicht digitaler Berufsorientierungsformate

Berufsorientierung ist für Azubis und deren Familien genauso wichtig wie für Betriebe selbst. Welche Formate es mittlerweile gibt, zeigt unsere neue Broschüre, die Sie rechts als PDF downloaden können.